Über

Es gibt in der derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklung eine Vielfalt von unterschiedlichen Lebensstilen, Norm- und Wertvorstellungen der Menschen, die aber auch zu Überforderungen, Verwirrungen und Orientierungsverlusten führen können.

Kommen zu dieser Vielfalt weitere belastende Bedingungen hinzu, kann der Mensch leicht in eine kritische Lebenssituation geraten, insbesondere, wenn ein Migrationshintergrund vorliegt. Denn das Leben in Deutschland weicht oftmals von der Lebensform ab, die dem Migranten aus seinem Heimatland bekannt ist. Das ihm bisher Vertraute wird – besonders sichtbar in der ersten Generation – größtenteils nicht mehr brauchbar. Die Differenzen in der Wert- und Normorientierung, familialen Rollenerwartungen, Kultur, Religion, etc. lösen bei den Betroffenen Schwierigkeiten und Irritationen aus. Daraus können Desozialisationsprozesse, Entwurzelungen, Kulturkonflikte, etc. resultieren oder zum Thema in der Familie werden.

Migrationsbedingte Probleme in der Familie übertragen sich vielmals auf die Kinder und haben negative Auswirkungen. Die Gefahr besteht, dass die jungen Menschen selbst im Laufe ihrer Entwicklung in unterschiedliche Konfliktsituationen geraten, wie z.B. Rollen- und Identitätskonflikte und dadurch neue Schwierigkeiten auf die Familien zukommen.

Die Betroffenen beschreiben oftmals ihre Lebenssituation als ein „Leben zwischen Welten“, mit Verwirrungen, indem sie versuchen Orientierung in den einzelnen Lebensbereichen zu finden, dementsprechend ihr Leben und die Kindererziehung in Deutschland zu gestalten.

So war das komplexe Thema „Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland – ein Leben zwischen Welten“ der Ausgangspunkt für die Entstehung von:

Orientierungswelten -Sozialwesen in interkultureller Praxis Demet Cetin-

Sozialpädagogische Dienstleistungen, speziell für Hilfesuchende mit einer Migrationsvorgeschichte aus dem Orient.